Innoveutika.jpg30.09./1.10.17: Kongress für innovative komplementäre Heilkunde

Grundlage für die ursachenorientierte Behandlung chronischer Erkrankungen


Mit einem Vortrag von Dr. Holger Scholz am Sonntag, den 1.10.2017.

Download Programmheft

 

In den letzten Jahrzehnten hat die Inzidenz chronischer Erkrankungen trotz aller Fortschritte der Medizin massiv zugenommen. Diese Zunahme kann plausibel weder mit der Erhöhung der durchschnittlichen Lebenserwartung, noch genetisch erklärt werden. Sie ist ohne Zweifel an die Veränderung der Lebensumstände und des individuellen Verhaltens gekoppelt. In unserer Klinik besteht eine enge Zusammenarbeit von Ärzten und Zahnärzten. Aus dieser Zusammenarbeit haben wir als Zahnärzte gelernt, dass dentogene chronische Intoxikationen und Inflammationen wesentliche Trigger für chronische Erkrankungen sein können. Wir haben auch gelernt, dass in der Behandlung chronischer Erkrankungen die Beseitigung eben dieser Trigger elementar ist, zumindest dann, wenn das Ziel der Therapie die ursachenorientierte Behandlung chronischer Erkrankungen ist. Aus der nun mehr als 10-jährigen Erfahrung bei der Behandlung chronisch kranker Menschen haben wir in Konstanz ein Konzept einer biologischen metallfreien Zahnmedizin entwickelt.

 

Die wesentlichen Grundzüge dieses Konzeptes sind es, dass Menschen von belastenden Materialien und Entzündungen möglichst schnell und unter maximalem Schutz befreit werden und neue dentale Versorgungen mit individuell getesteten möglichst bioinerten oder bioverträglichen Materialien und Lösungen erfolgen. Die eigentliche zahnmedizinische Behandlung ist eingebunden in vorbereitende Maßnahmen wie der Erhebung von diversen Laborparametern, mit denen die Fähigkeit der Knochenheilung abgeschätzt wird (Vitamin D, MDA-LDL) und die Verträglichkeit von Materialien untersucht wird (LTT, BDT, Titanstimulationstest). Die Patienten werden durch orthomolekulare Maßnahmen und mentale Unterstützung optimal auf kieferchirurgische Sanierungen und zahnmedizinische Behandlungen vorbereitet. Perioperativ verzichten wir auf die Gabe einer systemischen oralen Antibiose. Wir verbessern Wundheilung und Immunabwehr durch speziell entwickelte Infusionen (Immun Booster). Intraoperativ nutzen wir Verfahren zur Verbesserung der Wundheilung und Infektabwehr (PRF, Ozon, Neuraltherapie mit Procain). Metallentfernungen erfolgen grundsätzlich unter Schutzmaßnahmen, bei Amalgamentfernungen unter Mehrfachschutz. Wir entfernen sämtliche akute und chronische Entzündungen und haben in den letzten Jahren erfolgreiche und sichere Konzepte entwickelt, fehlende Zähne durch Sofortimplantate zu ersetzen.

 

Im Zentrum unseres Fokus steht das sog. all-in-one Konzept. Wesentliches Merkmal ist es, unsere Patienten in kürzester Zeit (innerhalb einer Woche), sicher und schmerzarm von A nach B zu bringen, also von einer die Allgemeingesundheit belastenden Situation u.a. durch Metalle, wurzelkanalbehandelte Zähne und chronisch degenerative Kieferentzündungen gekennzeichneten Situation hin zu einer biologisch inerten Mund- und Kiefersituation, die die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche ursachenorientierte Therapie von chronischen Erkrankung darstellt.