Diagnostik

Bei der detektivischen Suche nach den Ursachen chronischer Erkrankungen stützen wir uns auf verschiedene diagnostische Möglichkeiten. Einige möchte ich hier kurz vorstellen.

 

Das für unsere Anforderungen derzeit beste bildgebende Verfahren bei vergleichsweise niedriger Strahlenbelastung ist die digitale Volumentomographie (DVT). Mit dem von uns verwendeten System ist es aktuell möglich, pathologische Prozesse oder Fremdkörper von weniger als einem halben Millimeter dreidimensional zu lokalisieren. Damit gelingt es regelmäßig jahre- und jahrzehntelang unerkannte Ursachen für Beschwerden eindeutig darzustellen. Auch scheinbar erfolgreich wurzelbehandelte Zähne werden plötzlich eindeutig und objektiv als chronisch entzündet entlarvt.

 

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Darstellung eins Fremdkörpers im DVT in zwei verschiedenen Ebenen (oben), klinische Situation bei der chirurgischen Revision. Intraoperativ fanden sich neben dem metallischen Fragment in der Gingiva umfangreiche Tätowierungen.


 

In einigen Fällen, wenn die umweltmedizinischen Kollegen mit den Entgiftungen zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gelangen, lassen wir spezielle Dental CT Aufnahmen vom Kopf in einer spezialisierten Abteilung eine Klinik in Hamburg anfertigen und von einer extrem erfahrenen Radiologin auswerten. Auf Basisi dieser Auswertungen führen wir schließlich die weiteren Sanierungen durch.

 

Schließlich sei in diesem Zusammenhang noch der Orotox-Test erwähnt, mit dem Schwefelverbindungen (siehe Metallentfernung Abbildung 1) nachgewiesen werden können, die an der Entstehung der lipophilen Supertoxine beteiligt sind. Der Orotox-Test stellt eine einfache, schmerzfreie und schnelle Möglichkeit dar, die aktuelle toxische Belastung zu ermitteln, die von wurzelbehandelten Zähnen ausgeht.

 

 

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Abbildung 3: Schematische Darstellung des Orotox-Tests zum Nachweis schwefelhaltiger Stoffwechselprodukte bei oralen bakteriellen Infektionen.


Durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten können wir uns bei der individuellen Behandlungsplanung  auf eine große Zahl weiterer labordiagnostischer Möglichkeiten (LTT, Titanstimulationstest, Multielementanalysen etc.), insbesondere die fachgerechte Interpretation der Ergebnisse stützen.