Kieferorthopädie

Unsichtbare Korrektur von Zahnfehlstellungen durch metallfreie individuelle Aligner (Schienen). Die Behandlung geschieht üblicherweise entweder mit herausnehmbaren Geraten oder festsitzenden Zahnspangen (Multiband- und/oder Multibracketapparatur). Wir haben die Möglichkeit, kieferorthopädische Behandlung metallfrei mit thermoplastischen Kunststoffen durchzuführen.


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Thermoplastische Schienen werden in der Kieferorthopädie auf zweierlei Arten verwendet. Einerseits als hochelastische Schienen für relativ geringe Bewegungen am Ende einer kieferorthopädischen Therapie. Andererseits entstand schon vor Jahrzehnten die Idee, mit einer Serie von durchsichtigen Schienen Zahne zu bewegen. Bei der ursprünglichen Technik wird ein Kiefer- und Zahnmodell aus Gips hergestellt, die Zahne werden aus dem Modell gesägt und in mehreren Schritten in eine gewünschte Endposition gebracht. Darüber wird eine thermoplastische Folie gezogen, aus der die gewünschte Schiene entsteht. Seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit aus der Abformung der Mundsituation mittels Computertomographie eine dreidimensionale virtuelle Ansicht der Kiefer- und Zahnsituation zu erstellen. Das EDV-gestützte Verfahren ermöglicht es, kostengünstig und in sehr kurzer Zeit unterschiedliche Behandlungsablaufe zu simulieren und mit dem Patienten die Vor- und Nachteile zu diskutieren.

 

Mögliche Risiken einer Behandlung, zum Beispiel verbleibende Restlücken nach einem Extraktionsfall oder anatomische Strukturen, die Zahnbewegungen verhindern, können so frühzeitig erkannt und durch Alternativplanungen vermieden werden. Bereits zu Beginn der Behandlung ist die Dauer relativ genau umschrieben. Die Anzahl der benötigten Schienen (jede Schiene wird vom Patienten ca. 14 Tage getragen) und der Fortschritt werden dem Patienten visualisiert, wodurch die Mitarbeit und das Verständnis der Patienten (Compliance) für die erforderlichen Maßnahmen und die notwendige Behandlungsdauer steigen.

 

Durch die softwarebasierte Behandlungsplanung ist eine zielgerichtete und geradlinige Bewegung der Zähne möglich. Der Behandlungsablauf wird in zahlreiche sehr kleine Schritte unterteilt. Die Therapie kann deshalb langsam und mit niedrig dosierten Kräften erfolgen ohne die Therapiedauer auszudehnen. Niedrig dosierte und zielgerichtete Kräfte sind wichtig um Wurzelresorptionen vorzubeugen.